Stoffverteilungsplan erstellen – Schritt für Schritt

Stand: 28.09.2026 · 3 Min. Lesezeit

Ein Stoffverteilungsplan legt fest, welche Themen du in einem Schuljahr in welcher Reihenfolge und in welchem Umfang unterrichtest. Er macht aus dem Lehrplan einen Fahrplan für deine Klasse – und zeigt früh, wo es eng wird.

Warum sich ein Stoffverteilungsplan lohnt

  • Du siehst schon im September, ob der Stoff bis zum Sommer reicht.
  • Klassenarbeiten und Tests landen nicht zufällig kurz vor den Ferien.
  • Absprachen in der Fachschaft werden einfacher, weil alle vom gleichen Stand ausgehen.
  • Fällt Unterricht aus, weißt du sofort, was sich verschiebt.

Schritt 1: Lehrplan und Schulcurriculum sichten

Grundlage ist der Lehrplan für dein Fach und deine Schulform – je nach Bundesland oder Kanton heißt er auch Kerncurriculum, Bildungsplan oder Lehrplan 21 – und, falls vorhanden, das schulinterne Curriculum deiner Fachschaft. Notiere die verbindlichen Themen und Kompetenzen für die Jahrgangsstufe. Wahlthemen und Vertiefungen hältst du getrennt fest: Sie sind dein Spielraum.

Schritt 2: Die tatsächlichen Unterrichtsstunden zählen

Der häufigste Fehler ist, mit allen Schulwochen zu rechnen. Zieh ab, was sicher wegfällt:

  • Ferien und Feiertage
  • Projekttage, Wandertage, Klassenfahrten
  • Zeugnis- und Konferenztage, Prüfungszeiträume
  • einen Puffer für Unvorhergesehenes wie Krankheit oder Vertretung

Rechne dann mit den Stunden, die übrig bleiben – nicht mit Wochen. Eine Stunde pro Woche weniger macht übers Jahr schnell mehrere Wochen Stoff aus.

Faustregel: Plane nur etwa 80 bis 85 Prozent der verfügbaren Stunden fest ein. Der Rest fängt Ausfälle auf und lässt Zeit für Wiederholung.

Schritt 3: Themen in Unterrichtsreihen gliedern

Fasse zusammengehörige Themen zu Reihen zusammen und schätze für jede Reihe die Stundenzahl – mit Einstieg, Übung, Wiederholung und Leistungsnachweis. Ordne die Reihen so, dass sie aufeinander aufbauen. Themen, die zu einer Jahreszeit passen, setzt du an die passende Stelle.

Schritt 4: Leistungsnachweise festlegen

Lege Klassenarbeiten und Tests ans Ende einer Reihe und verteile sie gleichmäßig übers Jahr. Achte auf die Vorgaben deiner Schule zur Anzahl und auf genügend Abstand zu Arbeiten in anderen Fächern. Direkt vor oder nach den Ferien sind Arbeiten meist ungünstig.

Schritt 5: Den Plan in den Kalender übertragen

Erst im Kalender zeigt sich, ob der Plan aufgeht: Welches Thema fällt auf welche Stunde, und wo liegen die Ferien? Hier hilft ein digitaler Planer, der die Ferien und Feiertage deines Bundeslandes kennt und nur echte Unterrichtsstunden zählt.

Schritt 6: Unterwegs anpassen

Ein Stoffverteilungsplan ist kein Vertrag. Fällt eine Stunde aus oder braucht die Klasse mehr Zeit, verschiebst du die folgenden Themen – bewusst und mit Blick darauf, wo du wieder aufholen kannst. Notiere dir am Ende des Schuljahres, was zu knapp oder zu großzügig geplant war: Das ist die beste Grundlage für das nächste Jahr.

So geht es mit Lehrtakt

Im Sequenzplan von Lehrtakt stehen alle Stunden eines Fachs in einer Klasse untereinander – Ferien und Feiertage sind schon herausgerechnet, A/B-Wochen berücksichtigt. Zu jeder Stunde trägst du Thema und Hausaufgabe ein; beides erscheint automatisch im Wochenplan.

  • Verschieben: eine Zeile am Griff auf einen anderen Termin ziehen – Thema und Hausaufgabe wandern mit.
  • Nachrücken: Fällt eine Stunde aus, rücken alle folgenden Themen um eine Stunde nach hinten. Ausfallende Stunden werden dabei übersprungen.
  • Themen übernehmen: die Stoffverteilung aus dem letzten Schuljahr oder einer Parallelklasse der Reihe nach übernehmen.
  • Drucken und als Tabelle speichern: für die Fachschaft oder den Ordner.

Mehr dazu steht in der Anleitung zum Sequenzplan.

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