Das Referendariat ist eine besondere Zeit: Du unterrichtest zum ersten Mal eigene Klassen, besuchst das Seminar, bereitest Unterrichtsbesuche vor und schreibst nebenbei Entwürfe und Reflexionen. Wer hier früh ein gutes System findet, hat mehr Kraft für das Wesentliche – den Unterricht.
Was im Referendariat alles zusammenkommt
- eigener Unterricht und Unterricht unter Anleitung, oft in mehreren Klassen und Fächern
- Seminarsitzungen, meist an festen Tagen
- Unterrichtsbesuche durch Seminar- oder Fachleitung
- schriftliche Unterrichtsentwürfe mit festen Abgabefristen
- Hospitationen, Konferenzen, Elternabende
- die Vorbereitung auf die Prüfung am Ende
Wie das genau geregelt ist, unterscheidet sich je nach Bundesland, Schulform und Seminar. Die Tipps unten passen trotzdem fast überall.
Tipp 1: Alles an einem Ort sammeln
Stundenplan, Seminartermine, Unterrichtsbesuche, Abgabefristen und To-dos gehören in einen Plan. Verteilt auf Handykalender, Notizbuch und lose Zettel geht garantiert etwas unter – meist genau dann, wenn es eng wird.
Tipp 2: Seminartage und Fristen sofort eintragen
Trag die festen Seminartage gleich zu Beginn als wiederkehrenden Termin ein. Unterrichtsbesuche und Abgabefristen für Entwürfe kommen dazu, sobald sie feststehen – am besten mit einer Erinnerung einige Tage vorher als To-do.
Tipp 3: In Unterrichtsreihen denken
Eine Besuchsstunde steht nie für sich: Sie muss in die laufende Reihe passen. Wer seine Reihen im Voraus plant, sieht früh, welches Thema auf den Besuchstermin fällt – und kann die Stunde davor und danach gezielt vorbereiten. Wie das geht, steht im Ratgeber Stoffverteilungsplan erstellen.
Tipp 4: Nicht jede Stunde wie eine Lehrprobe vorbereiten
Besuchsstunden verdienen besondere Sorgfalt. Für den Alltag brauchst du dagegen eine schlanke Planung: Ziel der Stunde, Ablauf in Stichworten, Material. Wer jede Stunde bis ins Detail ausarbeitet, hält das nicht lange durch.
Tipp 5: Rückmeldungen festhalten
Nach jedem Unterrichtsbesuch bekommst du Hinweise. Notiere dir die wichtigsten Punkte und deine Entwicklungsziele direkt bei der Stunde – so findest du sie vor dem nächsten Besuch wieder und kannst zeigen, woran du gearbeitet hast.
Tipp 6: Mit deiner Ausbildungslehrkraft abstimmen
Kläre früh, wann ihr euch regelmäßig austauscht und wie du deinen Plan zeigst. Ein aktueller Wochenplan, den du einfach per Link oder Ausdruck teilen kannst, spart viele Nachfragen.
Tipp 7: Pausen einplanen
Das Referendariat ist anstrengend. Plane bewusst freie Abende und nutze die Ferien auch zur Erholung – nicht nur zum Nacharbeiten. Ein realistischer Plan schützt dich davor, dich zu übernehmen.
So hilft Lehrtakt im Referendariat
- Wochenplan mit deinen Klassen, A/B-Wochen und Doppelstunden – am Rechner und auf dem Tablet
- Termine für Seminartage als Serie, Unterrichtsbesuche mit Uhrzeit, mehrtägige Termine wie Klassenfahrten
- To-dos mit Fälligkeit und Priorität, etwa für Entwürfe und Reflexionen
- Sequenzplan: deine Unterrichtsreihen Stunde für Stunde, Ferien schon herausgerechnet
- Notiz und Thema an jeder einzelnen Stunde – für Rückmeldungen nach einem Besuch
- Freigabe-Link: deinen Stundenplan zeigen, ohne deine Notizen preiszugeben
- Mehrere Pläne, zum Beispiel je Halbjahr
Für die Besuchsstunden selbst gibt es eine eigene Checkliste für Unterrichtsbesuche.